Facharzt für Innere Medizin Gastroenterologie Dr. med. Johannes Bartner
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Ist Darmkrebs Schicksal?

Gastro - Info

(12.01.2015) Zur Zeit kursieren Meldungen über Studienergebnisse aus dem renommierten internationalen Fachjournal Science, nach denen Krebs in sehr vielen Fällen zufällig entsteht. Das kann nicht bestritten werden, es bedeutet aber keineswegs, dass man nichts tun kann, um Krebs zu vermeiden, meint Dr. Jens Aschenbeck.
 

„Krebs ist nie eine Frage von Schuld“, betont der Darmkrebsexperte vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). Jeder Bundesbürger trägt ein Risiko von etwa sechs Prozent, im Laufe seines Lebens an Darmkrebs zu erkranken. Dieses Risiko hängt von einer Reihe von Faktoren wie genetischen Vorbelastungen, Umwelt- und Verhaltenseinflüssen ab, die nicht ausgeschaltet werden können. Wichtig ist aber, dass über 80 Prozent der Darmkrebsfälle zufällig und nicht vorhersehbar entstehen. Und in der ganz überwiegenden Zahl entstehen diese aus vorbestehenden, gutartigen Polypen.
 

„Niemand ist also vor Darmkrebs gefeit“, erklärt bng-Experte, „aber jeder hat es in der Hand, durch Darmkrebsvorsorge und -früherkennung seine Risiken günstig zu beeinflussen. Im Zuge einer Darmspiegelung entfernt der Magen-Darm-Arzt alle Polypen, aus denen eine Krebserkrankung hervorgehen könnte. In den seltenen Fällen, in denen eine Darmkrebserkrankung entdeckt wird, bedeutet die frühzeitige Erkennung große Chancen auf Heilung.“
 

Zur Bestätigung seiner Aussage verweist Dr. Aschenbeck auf die Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts. Danach ist die Anzahl der Erkrankungs- und Sterbefälle bei Darmkrebs in den letzten Jahren rückläufig. Dazu hat unter anderem das Darmkrebs-Screening-Programm der gesetzlichen Krankenkassen beigetragen, das allen Versicherten den Anspruch auf eine Darmspieglung ab dem Alter von 55 Jahren sichert.
 

Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite:
www.bng-gastro.de.


Quelle im Internet: http://www.gastromed-bng.de/patienten-aktuelles.html?id=1921
Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

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